Rauschunterdrückungs-Software im Vergleich
am Beispiel eines Canon Powershot G3 Fotos

Die folgenden Bilder zeigen jeweils denselben 1:1-Ausschnitt eines Fotos, aufgenommen mit einer G3 bei ISO 400 unter typischen Available-Light-Bedingungen (Mischlicht).
Zur besseren Vergleichbarkeit wurden alle Bearbeitungen mit Basiseinstellungen durchgeführt. Soweit verfügbar, wurde jeweils das Kameraprofil für Canon G3 und ISO 400 benutzt. Soweit Demoversionen zur Anwendung kamen, sind deren Wasserzeichen sichtbar.

Originalbild

Entrauscht mit Kodak Digital GEM
(PlugIn für Photoshop, ab ca. $50)
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Entrauscht mit Helicon Noise Filter
(StandAlone-Programm, ca. $40 bis $50, auch kostenlose Version erhältlich)

Entrauscht mit Nik DFine
(PlugIn für Photoshop (ca. $100 zzgl. Kameraprofile ab $15)

Entrauscht mit NeatImage
(StandAlone-Programm oder PlugIn, ca. $30 bis $75, auch kostenlose Version erhältlich)

Entrauscht mit NoiseNinja
(StandAlone-Programm, ca. $30 bis $70)

Entrauscht mit Noiseware
(StandAlone-Programm (PlugIn in Vorbereitung), ca. $25 bis $50, auch kostenlose Version erhältlich)

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Persönliche Bewertung (aufgrund dieser und anderer Beispiele):

Ob man ein PlugIn bevorzugt, hängt vom Einsatzzweck ab; mir persönlich ist ein StandAlone-Programm mit Stapelverarbeitung lieber, weil in der Regel ganze Bildserien abzuarbeiten sind. (PlugIns kann man theoretisch auch mit der Photoshop-Stapelverarbeitung ansteuern.)
Die kostenlosen Versionen von Helicon, NeatImage und Noisware lassen nur Einzelbearbeitung in 8 Bit Farbtiefe zu. Für Stapelverarbeitung, 16 Bit und PlugIn-Versionen muß man zahlen.

Grundsätzlich gibt es zwei Prinzipien: Digital GEM, Helicon und Noiseware orientieren sich rein an der Bildvorlage, während für DFine, NeatImage und NoiseNinja spezielle Kameraprofile erhältlich sind. Die letzten beiden stellen Profile kostenlos bereit und ermöglichen die Selbsterstellung anhand einer Testaufnahme, während Profile für DFine kostenpflichtig sind ($15 bis $35). Für Noiseware sind Profile in Vorbereitung, aber noch nicht erhältlich.

Alle Programme verbessern das verrauschte Ausgangsbild deutlich, allerdings z. T. um den Preis von Bildvereinfachungen und Artefakten.
Gute Ergebnisse schafft Kodak GEM, das auch von allen Tools am einfachsten anzuwenden ist. Weniger flächig wird es mit NeatImage, wobei dann mehr Artefakte auftreten. Helicon verändert für meinen Geschmack das Bild zu stark (wie ein Stilisierungsfilter). DFine macht keine Artefakte, dafür aber mehr Restrauschen und ist schon wegen des höheren Preises und der kostenpflichtigen Kameraprofile keinen Tip wert.
Am natürlichsten wirkt NoiseNinja. Zwar wird das Rauschen damit nicht so radikal entfernt wie mit einigen anderen Tools, aber das Ergebnis ist ziemlich unverfälscht. (Am Monitor wirkt das Restrauschen störend, aber auf Ausbelichtungen und Drucken bis zu einer gewissen Größe stört es weniger als Flächen und Artefakte.)
Insgesamt am besten gefällt mir Noiseware: Die Entrauschung ist effektiver als mit NoiseNinja, wobei sich die Flächenbildung im Vergleich zu Kodak GEM sehr in Grenzen hält; Artefakte wie bei Helicon konnte ich keine entdecken. Zudem ist die Pro-Version mit $50 sehr günstig, und auch die kostenlose Version ist für Gelegenheitsanwender zu empfehlen.

beiti
04.11.2004

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